Die "Mitbewohner" in unserem Körper

Erdbeer-Schoggi-News 3/2024

Mikrobiom

Das Mikrobiom in unserem Darm hat mehr Macht als wir vermuten. Dies wird in der Ausgabe der Fachzeitschrift Spektrum Gesundheit ausdrücklich beschrieben.

Unsere Gene, der Lebensstil und vor allem wie wir uns ernähren beeinflussen die Zusammensetzung unserer Darmflora. Andererseits wirkt sich die Art und Vielfältigkeit der Mikroben auf unsere Gesundheit, das Verhalten und die Gefühle aus.

Wir sollten also unsere «Mitbewohner» pflegen. Die Vielfältigkeit des Mikrobioms macht aus, ob wir emotional stabiler, verträglicher und kontaktfreudiger sind. Der Darm sendet über verschiedenste Wege ungefähr 9x so viel Informationen ans Gehirn wie umgekehrt. So werden Nerven- und Immunzellen aktiviert und Entzündungsprozesse reguliert.

Was können wir tun oder sollten wir sein lassen, um die Diversität der Darmflora positiv zu beeinflussen?

 

Positiver Einfluss auf die Diversität des Mikrobioms

  • Präbiotika: Dies sind Nahrungsbestandteile, die das Wachstum und die Aktivität bestimmter nützlicher Bakterien im Darm fördern. Sie dienen als „Nahrung“ für die guten Bakterien im Darmmikrobiom und tragen dazu bei, das Gleichgewicht der Darmflora zu unterstützen. Nahrungsfaserreiche Lebensmittel wie z. B. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder Gemüse sind gute Präbiotika-Lieferanten.
  • Probiotika: Dies sind lebende Mikroorganismen, die bei ausreichender Zufuhr gesundheitliche Vorteile für uns Menschen bieten können. Diese nützlichen Darmbakterien tragen dazu bei, das Gleichgewicht der Darmflora zu erhalten oder wiederherzustellen. Probiotika finden sich in fermentierten Lebensmitteln wie z. B. Joghurt, Kefir und Sauerkraut sowie in probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Abwechslungsreiche Ernährung: Diese fördert ein vielfältiges und gesundes Mikrobiom, das die Verdauung und das Immunsystem unterstützt, Entzündungen reduziert, das Risiko chronischer Krankheiten senkt und zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt.
  • Sozialer Austausch: Dieser unterstützt die Gesundheit des Mikrobioms durch Mikrobenübertragung, Stressreduktion, gemeinsame Mahlzeiten und gesundheitsfördernde Verhaltensweisen.
  • Regelmässige Bewegung: Diese unterstützt die Gesundheit des Mikrobioms, indem sie die mikrobielle Vielfalt erhöht, die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren fördert, Entzündungen reduziert und das Immunsystem stärkt.

 

Negativer Einfluss auf die Diversität des Mikrobioms

  • Einfache Kohlenhydrate: Diese, insbesondere zuckerhaltige Lebensmittel, sind für das Mikrobiom ungünstig, da sie das Wachstum schädlicher Bakterien fördern, die mikrobielle Vielfalt verringern, keine präbiotischen Nahrungsfasern enthalten und Entzündungen begünstigen können.
  • Einseitige Ernährung: Diese führt dazu, dass bestimmte Arten von Darmbakterien bevorzugt, während andere vernachlässigt werden, was zu einer reduzierten Vielfalt und einem potenziellen Ungleichgewicht der Darmflora führen kann.
  • Rauchen: Dieses schädigt das Mikrobiom durch Veränderungen in der Darmflora, erhöhte Entzündungsneigung, Beeinträchtigung der Darmbarriere-Funktion und Reduktion wichtiger kurzkettiger Fettsäuren.
  • Stress: Dieser beeinträchtigt das Mikrobiom durch Veränderungen in der Darmflora, erhöhte Permeabilität der Darmbarriere, gestörte Darmbewegungen und Reduktion wichtiger kurzkettiger Fettsäuren.
  • Antibiotika: Diese können das Mikrobiom negativ beeinflussen, indem sie nützliche Bakterien im Darm zerstören, die Vielfalt der Darmflora reduzieren und somit langfristige Veränderungen im Mikrobiom verursachen.

Richten Sie Ihren nützlichen «Mitbewohnern» also ein schönes Zuhause ein.