Immer mehr Menschen greifen aus gesundheitlichen, ethischen oder ökologischen Gründen zu pflanzlichen Milchalternativen. Aber worauf sollten wir dabei achten?
Die zentrale Frage dabei ist: Können pflanzliche Milchalternativen zu einem Nährstoffmangel führen? Genau darauf richtet sich der Fokus dieses Newsletters. Zusätzlich werfen wir einen Blick auf die aktuellen Einschätzungen der D-A-CH-Gesellschaften zu den Unterschieden zwischen Bio- und konventionellen Produkten.
Nährstoffe
Die folgende Tabelle vergleicht Kuhmilch und pflanzliche Alternativen hinsichtlich ihres Nährstoffgehalts:
Pflanzliche Alternativen
Pflanzliche Milchalternativen können die klassische Kuhmilch ersetzen und werden oft als „Pflanzendrinks“ bezeichnet. Sie sind sehr heterogen, sodass eine allgemeine Zusammenfassung schwierig ist. Jedes Lebensmittel bringt eigene Stärken (und Schwächen) mit, und keines liefert alle Nährstoffe in perfekter Kombination.
Die gängigsten Sorten sind:
Besondere Bedürfnisse
Wer aber sollte besonders aufpassen?
Grundsätzlich wird in einer vollwertigen Ernährung empfohlen, täglich Kuhmilchprodukte zu konsumieren und bei der Auswahl von pflanzlichen Milchalternativen auf mit Calcium, Jod, Vitamin B12 und Riboflavin angereicherte Produkte zu achten. Ist dies nicht möglich, sollten die essentiellen Nährstoffe aus anderen Quellen bezogen werden.
Bio vs. Konventionell
Bio-Kuhmilch stammt von Tieren, die mehr Auslauf und Bio-Futter erhalten. Das kann sich positiv auf die Zusammensetzung der Fettsäuren auswirken. Bei pflanzlichen Drinks bedeutet Bio vor allem, dass auf synthetische Pestizide und Gentechnik verzichtet wird. Ein Nachteil: Bio-Pflanzendrinks dürfen in der Schweiz aktuell nicht mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden – das ist besonders bei Calcium und Vitamin B12 relevant!
Zusammenfassend gilt: Wer pflanzliche Alternativen bevorzugt, sollte auf angereicherte Produkte achten oder die fehlenden Nährstoffe gezielt über andere Lebensmittel zuführen. Mit einer gut geplanten, ausgewogenen Ernährung ist ein Verzicht auf Kuhmilch grundsätzlich möglich.
Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) / Verbraucherzentrale / Bio-Suisse
Bild: Chat-GPT