Vitamin B12 - oft unterschätzt

Erdbeer-Schoggi-News 1/2026

Vitamin B12

Jetzt handeln: Vitamin-B12-Mangel frühzeitig erkennen

Ein Vitamin-B12-Mangel wirkt sich auf verschiedene Organe aus – besonders auf die Blutbildung und das Nervensystem. Weil die Beschwerden sehr unterschiedlich und meist unspezifisch sind, wird der Mangel häufig erst spät erkannt, auch weil er sich oft schleichend über Jahre entwickelt.

Zu den häufigen unspezifischen Symptomen zählen Müdigkeit und Erschöpfung, Leistungsschwäche, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, „Gehirnnebel“ sowie psychische Beschwerden wie Reizbarkeit, depressive Verstimmungen oder innere Unruhe.

Wo liegt oft die Ursache für einen Mangel?

Ein Vitamin-B12-Mangel kann durch eine unzureichende Zufuhr über die Nahrung entstehen, etwa bei vegetarischer oder veganer Ernährung. Bei Erwachsenen liegt die Ursache jedoch meist in einer gestörten Aufnahme im Darm. Gastrointestinale Erkrankungen können dabei ebenso eine Rolle spielen wie bestimmte Arzneimittel, die die Aufnahme von Vitamin B12 beeinträchtigen. Besonders relevant sind hier Protonenpumpenhemmer (PPI) und das Antidiabetikum Metformin, die beide die Aufnahme im Darm hemmen können.

Ein Vitamin-B12-Mangel tritt bei älteren Menschen besonders häufig auf, weil chronische Krankheiten und die regelmässige Einnahme bestimmter Medikamente die Aufnahme im Darm erschweren können.

Risikofaktoren für einen Vitamin-B12-Mangel im Überblick:

  • Ernährung: wenig tierische Lebensmittel
  • Fortgeschrittenes Alter 
  • Medikamente, die die Aufnahme von Vitamin B12 beeinträchtigen (z. B. Metformin, Magensäureblocker oder L-Dopa, das bei Parkinson-Patienten eingesetzt wird) 
  • Magenoperation
  • Magen-Darm-Erkrankungen wie z. B. Morbus Crohn
  • Autoimmunkrankheit, die Antikörper gegen die Magenschleimhaut bildet (perniziöse Anämie)

Was kann ich tun bei einem Verdacht auf einen Vitamin-B12-Mangel?

Die Messung des Gesamt-Vitamin-B12 im Serum beim Arzt oder in einem Labor kann als einfacher Bluttest dienen, um einen Mangel zu erkennen. Je nach Schwere des Mangels wird anschliessend die passende Dosierung der Supplementation festgelegt und entschieden, ob Vitamin B12 in Form von Tabletten oder Tropfen ausreicht oder ob eine Infusion notwendig ist.

Die Empfehlungen zur Behandlung eines Vitamin-B12-Mangels variieren zum Teil stark, weil bislang verbindliche Leitlinien auf Basis wissenschaftlicher Studien fehlen. Diese Tatsache kann weitere Fragen aufwerfen. Wenn also noch etwas unklar geblieben sein sollte, helfe ich Ihnen gerne persönlich weiter.

Schön, dass Sie sich die Zeit genommen haben, sich einen Überblick zum Thema Vitamin B12 zu verschaffen. In drei Monaten greife ich ein weiteres Gesundheitsthema für Sie auf.